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„Erste Ablösung Eltern-Kind beziehungsweise Kind-Eltern"

Die Kinder haben Zeit, sich von den Eltern zu lösen. Sie müssen das nicht schon können.
In der Spielgruppe bekommen sie die Möglichkeit es zu lernen!
Zum Ablösen braucht es immer zwei! Es ist ein Vorgang zwischen Eltern und Kind, der sich wechselseitig beeinflusst. Eltern empfinden dabei gleichzeitig Freude und Trauer, Erleichterung und Angst, Genugtuung und Eifersucht. Je nachdem wie Sie mit diesen gegensätzlichen Gefühlen umgehen, erleichtern oder erschweren Sie Ihren Kindern den Ablösungsprozess.
Wir Leiterinnen helfen Ihnen und Ihrem Kind dabei, wir sind durch unsere Erfahrung stark und geduldig.

Tipps zum Eingewöhnen:
  • Besuchen Sie mit Ihrem Kind vor den Sommerferien die Spielgruppe (Tag der offenen Türe, individuelles Schnuppern). So lernt Ihr Kind die Räumlichkeiten und Leiterinnen schon etwas kennen.
  • Ihr Kind erhält spätestens in den Frühlingsferien einen persönlichen Brief mit der Einladung zum 1. Spielgruppentag und verschiedenen Infos. Das ist eine gute Gelegenheit um mit dem Kind auf die Spielgruppe zu sprechen zu kommen, auf alles Neue, Spannende, Schöne.
  • Vielleicht suchen Sie zusammen mit Ihrem Kind einen schönen Rucksack oder ein Täschli aus. Am Spielgruppentag können Sie ihn gemeinsam packen. Finken, ein feines Znüni/Zvieri und wenn nötig etwas zum Trösten (Plüschtier, Nuschi etc.).
  • Am ersten Spielgruppentag beginnen wir mit den Eltern und Kindern gemeinsam. Jedes Kind erhält einen kleinen Gegenstand (z.B. Stein, Glückskäfer, Murmel etc.). Wenn das Kind das Gefühl hat, die Eltern könnten jetzt gehen, gibt es ihnen den Gegenstand. Die Eltern verabschieden sich und versprechen den Gegenstand zu Hause zu verstecken. Die Kinder können ihn nach der Spielgruppe daheim suchen.
  • Wichtig: Machen sie vor dem Spielgruppenbeginn mit Ihrem Kind ab, wie lange Sie bleiben werden und halten Sie sich nach Möglichkeit daran. Verschwinden Sie nie ohne dem Kind Bescheid zu sagen. Es verliert sonst das Vertrauen in Sie!
  • Wir haben eine „Kummerkiste“, in der verschiedene Sachen drin sind, die beim Trösten helfen. Ausserdem haben wir im Laufe von 14 Jahren viele Tipps und Tricks gesammelt, um die Ablösung so einfach wie möglich zu gestalten.
  • Wir versuchen die Zeit in der die Eltern da sind, immer kürzer werden zu lassen. Z.B. in der 1. und 2. Woche ganzer Morgen/Nachmittag. 3. und 4. Woche bis nach dem Kreisli usw. Dies gestaltet sich je nach Kind individuell. Für Sie und das Kind ist es einfacher, wenn Sie nach dem Tschüss-Sagen zielstrebig gehen.
  • Wenn Sie in der Spielgruppe sind, setzen Sie sich in den Hintergrund und beobachten die Kinder. Die Kinder dürfen die Eltern jederzeit aufsuchen, sie sollen aber lernen ihre Wünsche der Spielgruppenleiterin mitzuteilen. Das heisst, die Eltern sollten nicht mit dem Kind spielen oder ins Spielgeschehen eingreifen. Nur so kann eine vertrauensvolle Beziehung zu den Leiterinnen entstehen.
  • Sie können sich 100% darauf verlassen, dass wir Sie anrufen, wenn sich das Kind nicht beruhigt und der Abschiedsschmerz zu gross wird!
  • Abschiedsrituale geben Sicherheit (z.B. am Fenster winken, Nuschi, Lieblingsspielzeug, Kummerkiste usw.). Das Kind darf weinen und traurig sein, es muss nicht „stark“ sein!
  • Für das Kind ist es einfacher, wenn Sie es pünktlich bringen und abholen. In einer Stresssituation klappt der Abschied meist schlechter.
  • Geben Sie Ihrem Kind Zeit und vergleichen Sie nicht mit den anderen Kindern.


Jedes Kind ist gut, so wie es ist!